Mittwoch, 29. Juli 2026

Ratgeber

Sparen für Kinder: Strategien zwischen Sparbuch, Sparplan und Kinderdepot

Wer früh beginnt, kann für Kinder bis zum 18. Geburtstag ein solides Startkapital aufbauen. Welche Wege sich lohnen – und welche Fallstricke lauern.

NB

Von Nina Bartels

Redakteurin Investieren · · aktualisiert am 24. Juli 2026 · 9 Min. Lesezeit

Sparschwein und kleiner Weltkugel-Globus symbolisch auf Schreibtisch
Sparschwein und kleiner Weltkugel-Globus symbolisch auf Schreibtisch

Wenige Geschenke sind so wertvoll wie ein Startkapital zur Volljährigkeit. 18 Jahre Anlagehorizont sind eine wertvolle Ausgangslage – wenn die Wahl der Anlageform stimmt.

Warum das klassische Sparbuch nicht ausreicht

Bei realer Rendite nahe null verliert Sparguthaben langfristig an Kaufkraft. Für Notgroschen sinnvoll, für 18-Jahres-Sparen jedoch die schwächste Option.

Sparpläne auf breite ETFs

Ein monatlicher Sparplan auf einen weltweit gestreuten ETF (z. B. MSCI World / All-Country) ist die klassische Lösung. Auch bei nur 50 Euro pro Monat entstehen bei 6 % Rendite und 18 Jahren rund 19.000 Euro.

Kinderdepot: Auf wen läuft es?

  • Konto auf den Namen des Kindes: eigener Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro.
  • Vermögen gehört rechtlich dem Kind – mit Volljährigkeit voll verfügbar.
  • Steuerlich meist deutlich günstiger als das Elterndepot.
  • Kindergeld und Beitragsbemessungsgrenzen im Blick behalten.

Rechenbeispiel

MonatsrateEndkapital (18 Jahre, 6 %)
25 €ca. 9.700 €
50 €ca. 19.400 €
100 €ca. 38.700 €
200 €ca. 77.500 €

Was mit 18 passiert

Rechtlich verfügt das Kind mit Volljährigkeit über das gesamte Vermögen. Wer möchte, dass es zweckgebunden verwendet wird, sollte frühzeitig das Gespräch suchen – rechtlich lässt sich die Verfügung nicht mehr einschränken.

Wo Eltern häufig zu vorsichtig sind

Bei 18 Jahren Horizont ist ein hoher Aktienanteil (80 – 100 %) angemessen. Volatilität ist keine ernsthafte Sorge – der Zeithorizont glättet Schwankungen zuverlässig.

18 Jahre Sparplan sind das beste Geschenk – für Kinder wie für die Idee, dass Geldanlage Geduld belohnt.

Praktische Tipps

Möglichst früh beginnen, Sparrate an Einkommensentwicklung anpassen, Geldgeschenke (Geburtstag, Weihnachten) in den Plan integrieren, Depot einmal pro Jahr überprüfen.

Das Wichtigste in Kürze
  • Wenige Geschenke sind so wertvoll wie ein Startkapital zur Volljährigkeit.
  • Bei realer Rendite nahe null verliert Sparguthaben langfristig an Kaufkraft.
  • Ein monatlicher Sparplan auf einen weltweit gestreuten ETF (z.
  • Rechtlich verfügt das Kind mit Volljährigkeit über das gesamte Vermögen.
  • Bei 18 Jahren Horizont ist ein hoher Aktienanteil (80 – 100 %) angemessen.

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Hinweis der Redaktion

Dieser Beitrag wurde von der Marktblick-Redaktion nach bestem Wissen recherchiert und ersetzt keine individuelle Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Alle Angaben beziehen sich – soweit nicht anders gekennzeichnet – auf die Rechtslage im Euroraum bzw. in Deutschland zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Wesentliche Aktualisierungen kennzeichnen wir mit einem Bearbeitungsdatum.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter kann ich einen Sparplan für mein Kind eröffnen?

Ab Geburt. Die Bank benötigt Geburtsurkunde und Steuer-ID des Kindes.

Was passiert steuerlich?

Erträge werden dem Kind zugerechnet und meist deutlich günstiger besteuert – aufgrund eigener Freibeträge.

#Kinder#Sparen#Familie

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