Marktkorrekturen sind nicht die Ausnahme, sondern regelmäßig wiederkehrende Realität. Wer sein Anlageverhalten daran ausrichtet, schont Nerven und Kapital.
Historischer Kontext
Der MSCI World hat seit 1970 rund ein Dutzend Rückschläge von mehr als 20 % erlebt – und jeden davon überwunden. Wer investiert blieb, hat den Wertzuwachs mitgenommen. Wer verkauft hat, häufig nicht.
Der Notgroschen ist die Basis
Bevor Sie über Anlagestrategien nachdenken, sollte der Notgroschen (3 – 6 Monatsausgaben) auf einem Tagesgeldkonto liegen. Damit vermeiden Sie erzwungene Verkäufe zu ungünstigen Zeitpunkten.
Verhaltensregeln in der Krise
- Kein Verkauf aus Angst – Sparpläne fortsetzen.
- Depot maximal einmal im Monat prüfen.
- Rebalancing planmäßig durchführen, nicht emotional.
- Keine Kredite zur Aktienrettung aufnehmen.
Warum Sparpläne besonders wertvoll sind
In fallenden Märkten kauft ein Sparplan mehr Anteile für dieselbe Rate – ein automatischer „Buy the Dip“-Effekt, ohne den Markt timen zu müssen.
Rebalancing
Wenn Aktien stark gefallen sind und Anleihen weniger, weicht die Portfolioaufteilung von der Zielallokation ab. Rebalancing bedeutet: Sie kaufen von der schwachen und verkaufen von der starken Position – automatisch antizyklisch.
Kommunikation im Haushalt
Wer Anlageentscheidungen im Haushalt bespricht, reduziert emotionalen Druck deutlich. Häufig sind es unterschiedliche Risikoprofile innerhalb der Familie, die zu Verkäufen in Panik führen.
„In der Krise verliert selten, wer die falsche Strategie hatte – sondern wer die richtige Strategie unter Druck aufgegeben hat.“
Konkret in der nächsten Krise
Depot nicht anschauen, Sparplan laufen lassen, Notgroschen prüfen, Termin für Rebalancing im Kalender halten. Wer diese vier Punkte einhält, hat den Großteil richtig gemacht.



